Positionspapiere und Stellungnahmen zur religiösen Bildung und zum RU in Deutschland

Stellungnahme des Vorstands und Arbeitsausschusses der VHRR zu den Angriffen auf den RU für alle in der HLZ (GEW-Zeitung) 12/2020

Seit der offiziellen "Genehmigung" des RUfA 2.0 in Hamburg und der Einführung der Vokation werden die politische Debatten um unser Fach deutlich schärfer, besonders betrieben durch das Säkulare Forum und - bislang eher im Hintergrund, jetzt aber auch offen - in verschiedenen Parteien.

In der aktuellen HLZ, der Zeitschrift der GEW-Hamburg, sind auf sieben Seiten drei Artikel zum Religionsunterricht zu lesen, die unter der Überschrift "Scheinliberal" teilweise starke Kritik an der aktuellen Situation des RUs für alle üben.

Kernpunkt der Kritik ist, dass aktuell von Klasse 1 bis 6 die Kinder in dem für alle offenen Religionsunterricht nicht getrennt werden und eine Wahlmöglichkeit nicht aktiv angeboten wird. Dafür wird von Gerhard Lein und Kerstin Michalik die Forderung des Angebotes eines Alternativfaches Philosophie erhoben. Für die Vereinigung der Hamburger Religionslehrerinnen und Religionslehrer mit ihren 200 Mitgliedern, von denen sich viele bitter über die Verzerrungen und Unsachlichkeiten dieser Artikel beschwert haben, haben Vorstand und Mitglieder des Arbeitsausschusses Stellung bezogen.

Die Stellungnahme steht hier zum Download zur Verfügung:

Wollen wir die Spaltung?
Stellungnahme ders Vorstands und Arbeitsausschusses der VHRR zu den Angriffen auf den RU für alle in der hlz12/2020
Stellungnahme Vorstand VHRR HLZ_GEW Arti
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Positionspapier: Damit der Religionsunterricht in Deutschland zukunftsfähig bleibt

Sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Prof. Dr. Konstantin Lindner; Prof. Dr. Elisabeth Naurath; Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf; Dr. Hans Schmid; Dr. Peter Schreiner; Prof. Dr. Henrik Simojoki; Dr. Winfried Verburg) haben ein Positionspapier erarbeitet, das am 19. Dezember 2016 unter dem Titel "Konfessionell, kooperativ, kontextuell - Weichenstellungen für einen zukunftsfähigen Religionsunterricht" veröffentlicht und von über 170 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Deutschland unterzeichnet wurde. Das Positionspapier geht zurück auf Ideen, die im Rahmen des "Expert/innenkolloquiums 2016" zur Zukunft des Religionsunterrichts ausgetauscht und entwickelt worden sind. Die Veröffentlichung erfolgte in zeitlicher Nähe zu der am 16.12.2016 von der Deutschen Bischofskonferenz publizierten Erklärung "Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts. Empfehlungen für die Kooperation des katholischen mit dem evangelischen Religionsunterricht".

 

Hintergrund

Vielfältige Pluralisierungsprozesse stellen die Gesellschaft vor die Herausforderung, wie Zusammenleben gelingen kann: Sie braucht Menschen, die im Bereich der Religion begründet urteilen können, sowie religiös sprachfähig und dialogbereit sind. Der Religionsunterricht in der Schule leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Religionspädagoginnen und Religionspädagogen aus Forschung und Lehre treten mit einem Positionspapier an die Öffentlichkeit, um den Schülerinnen und Schülern trotz der Veränderungen religiöser Zugehörigkeit die Chance auf eine zeit- und kontextgemäße religiöse Bildung zu ermöglichen. Entlang der programmatischen Leitbegriffe „konfessionell, kooperativ, kontextuell“ legen sie prinzipielle Weichenstellungen eines zukunftsfähigen Religionsunterrichts vor und leiten daraus Selbstverpflichtungen für die wissenschaftliche Bildung der künftigen Religionslehrerinnen und -lehrer an den Hochschulen und Universitäten ab.

 

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Stellungnahme der AEED zur Diskussion um den RU

Evangelische Religionslehrkräfte fordern: Religionen in der Schule begegnen - Chancen der Verständigung wahrnehmen

Die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Erzieher in Deutschland e.V. (AEED)

ist ein Zusammenschluss von 23 evangelischen Lehrer- und Religionslehrer-verbänden aus dem ganzen Bundesgebiet. Die AEED hat sich mit der aktuellen Diskussion um den Religionsunterricht in Deutschland auseinandergesetzt und gibt dazu eine Stellungnahme ab, die Sie hier finden.

Denkschrift der EKD

"Religiöse Orientierung gewinnen. Evangelischer Religionsunterricht als Beitrag zu einer pluralitätsfähigen Schule."

Der Rat der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) hat eine neue Denkschrift herrausgegeben mit dem Titel: “Religiöse Orientierung gewinnen. Evangelischer Religionsunterricht als Beitrag zu einer pluralitätsfähigen Schule”. In dem 130-seitigen Dokument wird die weltanschauliche Vielfalt in Deutschland und die Auswirkung auf den Evangelischen Religionsunterricht analysiert. Die EKD erklärt, dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen christlichen Kirchen in den Hintergrund getreten sind, und eine Auseinandersetzung mit dem islamischen Glauben und atheistischen Weltanschauungen notwendig geworden ist.

Hier finden Sie das downloadbare pdf-Dokument:

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Termine VHRR

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RU-Tag 2021

geplant für

Fr., 03. September 2021,

im Landesinstitut/LI oder Online

10. Hamburger RU-Tag "Können Sie mich hören?" Digitalisierung
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Nächster Sitzungstermin des Arbeitsausschusses:

(in Planung)

Interessierte Kolleginnen und Kollegen sind herzlich willkommen und melden sich bitte an bei KornBirgit@web.de.

News

ARTIKEL

Schulstunde im Plural - Ein Besuch im Hamburger "Religionsunterricht für alle" von Hedwig Gagfa in zeitzeichen 09/2017

Radiosendung

Zur Zukunft des Religionsunterrichts mit einem Beitrag aus Hamburg (Deutschlandfunk/Campus & Karriere; 27.5.2017)

In der Mediathek

Radiosendung

Interreligiöses Lernen - Schulfach Toleranz mit einem Bericht über den RU an zwei Hamburger Schulen (Deutschlandfunk Kultur; 08.05.2017)

Veröffentlichung

Die Weiterentwicklung des Hamburger Religions-unterrichts in der Diskus- sion zwischen Ver- fassungsrecht und Schul- pädagogik  (J. Bauer; Fachreferent Religion/BSB) Bauer_ZevKR_59_3-4_227-256.pdf

Do

19

Sep

2013

Leserbriefe

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Wir freuen uns auf Ihre Beiträge rund um den Religonsunterricht!

 

 

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